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Leuchtmittel

Die Wahl des richtigen Leuchtmittels ist für die Wirkung einer Leuchte mitentscheidend. Neben Farbtemperatur („Lichtfarbe“) spielen Langlebigkeit und Energiesparen heute eine immer größere Rolle.

Die Glühlampe

Die Glühlampe (oder Glühbirne) ist das älteste und am weitesten verbreitete Leuchtmittel. Glühlampen gibt es in unterschiedlichsten Größen, Formen, Wattzahlen und sowohl in Opal- als auch in Klarglas. Immer noch sind Glühlampen die mit Abstand beliebtesten Leuchtmittel, da sie günstig zu erwerben sind und viele Menschen auf deren charakteristische und gewohnte Lichtfarbe nicht verzichten wollen.

Durch ihre Variabilität ist sie vielseitig einsetzbar, vom Nähmaschinen- oder Kühlschranklicht bis hin zur Straßenlaterne. Glühlampen gibt es mit unterschiedlichen Sockeln, wobei für Leuchten in Deutschland heutzutage nur noch E-(wie Edison)-14-Sockel (für „kleine“ Birnen) und E27-Sockel (für „große“ Birnen) gängig sind. In Straßenlaternen kommen manchmal E40-Fassungen zum Einsatz. Die Glühleuchte hat eine Farbtemperatur von 2200 bis 3400 Kelvin.

Die Glühlampe hat aber auch Nachteile: Sie entwickelt, gemessen an der Lichtausbeute, sehr viel Wärme und ist deswegen nicht sehr energieeffizient. Zudem haben Glühlampen meist keine lange Lebensdauer.

Die Energiesparlampe

Energiesparlampen mit E14- und E27-Sockel haben gegenüber der Glühlampe zwei entscheidende Vorteile: Sie verbrauchen bis zu 80 Prozent weniger Energie und haben eine erheblich längere Lebensdauer; die Herstellerangaben schwanken zwischen 8000 und 10000 Stunden. Die als kalt empfundene Lichtfarbe, die viele Menschen bei früheren Energiesparlampen als unangenehm empfanden, ist dem Warmton neuerer Modelle gewichen: Sie strahlen mit einer Farbtemperatur von um die 2700 Kelvin, wie beispielsweise die Energiesparlampen von Swiss Light oder Philips Softtone.

Energiesparlampen gibt es mittlerweile in unterschiedlichsten Bauformen: Von der 3-Rohr- Energiesparlampe über Kerzenbirnen bis zu E27-Globe-Birnen reicht die Auswahl. Die meisten von Ihnen kann man wie eine Glühlampe einfach in die Fassung drehen, einige Modelle benötigen jedoch ein Vorschaltgerät.

Energiesparlampen haben jedoch auch einige Nachteile: Meist benötigen sie nach dem Anschalten ein bis zwei Minuten, bis sie die volle Leistung erreichen, sie sind größer als Glühbirnen und passen somit nicht in jede Leuchte und es gibt keine Modelle in Klarglas. Sie sind weitaus teuerer als Glühlampen und gelten in der Entsorgung als nicht unproblematisch: Sie müssen – wie auch Leuchtstoffröhren – zu Entsorgungsstellen gebracht und dürfen nicht einfach über den Hausmüll entsorgt werden.

Bio Lights

Eine Besonderheit unter den Energiesparlampen bilden die sogenannten Bio Lights: Sie geben eine dem Sonnenlicht ähnliche Lichtverteilung wieder, ihre hohe Farbtemperatur von 6000 Kelvin sorgt für eine sehr hohe Farbwiedergabe. Bio Lights wie die Narva Tronic Bio Light E27 werden bei Lichttherapien angewandt. Sie kommen aber auch häufig in Arztpraxen, Kindergärten und Schulen zum Einsatz.

Die Natriumdampf-Hochdrucklampe

Ein Leuchtmittel, das nur selten in Haushalten vorkommt, aber gerade von Kommunen gerne in Straßenlaternen eingesetzt wird, ist die Natriumdampf-Hochdrucklampe. Sie gehört zu den Metalldampf-Hochdrucklampen und benötigt ein Vorschaltgerät, ist energieeffizient und hat eine fast ungeschlagene Lebensdauer, was sie für den Einsatz in großen Laternen sehr beliebt macht. Natriumhochdrucklampen haben eine klare, stabile Lichtfarbe und ein Farbspektrum, das dem des Sonnenlicht sehr nahe kommt. Sie werden deswegen auch häufig als Pflanzenleuchten in Gewächshäusern eingesetzt. Es gibt sie derzeit in Röhren- und Ellipsoidform (ähnlich einer Glühlampe).

Die Quecksilberdampflampe

Die Quecksilberdampf-Hochdrucklampe ist eine Gasentladungslampe mit Quecksilberdampf- und meist auch mit Argonfüllung. Das früher als Aronssche Röhre (nach ihrem Erfinder Leo Arons, 1892) bezeichnete Leuchtmittel erzeugte einst ein blaugrünes Licht, mittlerweile gibt es das Leuchtmittel auch mit einem korrigierten, eher weißen Licht, beispielsweise indem der im Quecksilberspektrum fehlende Rotanteil durch Leuchtstoff auf der Innenseite des Außenkolbens erzeugt wird oder durch eine Glühwendel im Außenkolben. Die auch Quarzlampe genannte Birne benötigt ein Vorschaltgerät und überzeugt sowohl durch hohe Lichtausbeute wie auch lange Lebensdauer. Quecksilberdampf-Hochdrucklampe werden deshalb gerne in Außenleuchten eingesetzt.

Die Halogenglühlampe

Bei Halogenglühlampen unterscheidet man zwischen Nieder- und Hochvolthalogenlampen, wobei erstere ein Vorschaltgerät benötigen. Sie haben ein der Glühlampe sehr ähnliches Lichtspektrum und kommen oft in Wohnraumleuchten zum Einsatz. Sie sind verhältnismäßig klein und brachten so dem Lampendesign neue Impulse. Eine neuere Entwicklung sind die IRC-Halogenlampen (IRC = Infra Red Coating, Infrarotbeschichtung). Diese verfügen über eine spezielle Beschichtung des Glaskolbens, die Licht passieren lässt, aber Wärmestrahlung durch die Glühwendel zurück reflektiert. Dadurch wird der Wärmeverlust vermindert und die Energieeffizienz um bis zu 45 % erhöht. Die Lebensdauer wurde laut Herstellerangaben verdoppelt. IRC-Halogenlampen erreichen damit zwar nicht die Lichtausbeute von Energiesparlampen, haben aber sowohl den Vorteil, dass sie als direkter Ersatz für Standard-Halogenlampen eingesetzt werden können, als auch die spektral kontinuierliche und vom Menschen als angenehm empfundene Lichtqualität. In Außenleuchten kommen Halogenglühlampen jedoch praktisch nicht zum Einsatz.

Diese Liste hat nicht den Anspruch auf Vollständigkeit. Auf die Auflistung von Nieder-, Mittel und Höchstdrucklampen, zu denen beispielsweise auch Leuchtstoffröhren oder Xenonlampen gehören, wurde bewusst verzichtet, da sie in Außenleuchten praktisch nie zum Einsatz kommen.

Kelvin-Tabelle

  • Kerzenlicht: bis 1900 Kelvin
  • Warmweiß: bis 3300 Kelvin
  • Glühlampen: 2200 bis 3400 Kelvin
  • Leuchtstofflampen: über 3900 Kelvin
  • Neutralweiß: bis 5000 Kelvin
  • Mittagsonne im Sommer: 4100 bis 5400 Kelvin
  • Bedeckter Himmel im Januar: 5900 bis 6400 Kelvin
  • Xenonprüflampe: 5000 Kelvin
  • Bedeckter Nordhimmel: 5000 Kelvin
  • Tageslichtweiß: 5000 bis 6800 Kelvin
  • im Dezember: 9900 bis 11500 Kelvin

Copyright: Thomas Riederer 2008


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