Schutzarten bei Außenleuchten

Klassische und zeitlose Außenleuchten: Gut geschützt gegen Regen, Fremdkörper und Insekten

Die Schutzart (auch IP code, international protection code, genannt) gibt die Unempfindlichkeit elektrischer Betriebsmittel gegen verschiedene Umgebungsbedingungen wie beispielsweise Fremdkörper und Wasser an. Die IP-Zahl besteht immer aus zwei Ziffern, wobei sich die erste auf Fremdkörper, die zweite auf Wasser bezieht. IP 44 bedeutet beispielsweise geschützt gegen feste Fremdkörper 1mm und größer sowie gegen Regen und Strahlwasser aus jeder Richtung. Für Wetterseiten mit Regeneinfall reicht IP 23. 

 

Schutzarten bei Außenleuchten: Die erste Zahl verheißt Schutz gegen Fremdkörper

 

0 = kein Schutz
1 = Geschützt gegen feste Fremdkörper 50mm Durchmesser und größer
2 = Geschützt gegen feste Fremdkörper 12.5mm Durchmesser und größer
3 = Geschützt gegen feste Fremdkörper 2.5mm Durchmesser
4 = Geschützt gegen feste Fremdkörper 1mm und größer
5 = Staubgeschützt

 

Schutzarten bei Außenleuchten: Die zweite Zahl gibt den Schutz gegen eindringendes Wasser an

 

0 = Kein Schutz
1 = Schutz gegen senkrecht fallendes Tropfwasser
2 = Schutz gegen fallendes Tropfwasser, wenn das Gehäuse bis zu 15° geneigt ist
3 = Schutz gegen fallendes Sprühwasser bis 60° gegen die Senkrechte
4 = Schutz gegen allseitiges Spritzwasser
5 = Schutz gegen Strahlwasser aus jedem beliebigen Winkel
6 = Schutz gegen starkes Strahlwasser unter erhöhtem Druck
7 = Schutz gegen zeitweiliges Untertauchen (z.B. Bodenstrahler im Außenbereich)
8 = Schutz gegen dauerndes Untertauchen (z.B Poolbeleuchtung)

 

Ausreichender Schutz gegen Regen bei bewährten Oldtimermodellen mit Schutzart IP 20

 

Schutzarten sind keine vom TÜV oder anderen unabhängigen Instituten geprüften Kodierungen, sondern geben lediglich die Einschätzung der (für diese Einschätzung haftenden) Hersteller für deren Produkte wider. Auch hat die Schutzart nur bedingt eine Aussagekraft über die Tauglichkeit von Leuchten für den Außenbereich: Neben sogenannten Oldtimermodellen (z.B. etlichen Modellen von Bolich-Leuchten mit Schutzart IP 20) sind auch historische Laternen, bei denen aus bautechnischen Gründen der Laternenboden nicht geschlossen ist, ausreichend gegen Regen geschützt und somit uneingeschränkt tauglich für den Einsatz im Außenbereich.

Fast alle Leuchte, die wir zeigen, können selbst auf Wetterseiten ohne zusätzlichen Regenschutz eingesetzt werden. Eine Ausnahme bilden lediglich die mit flachem Tellerschirm und ohne Glas versehenen Leuchten. Diese sind jedoch von uns mit dem Hinweis versehen, dass sie nur an regengeschützten Orten montiert werden dürfen.

 

Kondenswasser bei starken Temperaturschwankungen - meist im Frühjahr und Spätsommer


In Zeiten mit hoher Luftfeuchtigkeit und starker Temperaturunterschiede - meist im Frühjahr und Spätsommer/Herbst - kann sich speziell bei sehr dichten Leuchten mit hoher Schutzart (IP 44 und höher) im Laternenkörper oder Zylinderglas Kondenswasser absetzen. Dies ist kein Zeichen mangelnder Qualität, sondern eine unvermeidliche Folge der physikalischen Eigenschaften von Wasser. Abhilfe kann dadurch geschaffen werden, indem die Leuchte einmal für längere Zeit eingeschaltet bleibt, um das Kondensat auszutrocknen.

Copyright: Dolores Suntinger 2014

 

 
 
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