Außenleuchten mit Echtglas- oder Acrylglaskugel
Kugelleuchten bieten eine hohe Lichtausbeute
Die klassische Kugelleuchte gehört zu den beliebtesten Formen für Wand-, Garten- und Mastleuchten im Außenbereich. Für den lichtdurchlässigen Diffusor stehen dabei zwei bewährte Materialien zur Wahl: Echtglas und Acrylglas – beide mit eigenen Stärken. Glas ermöglicht eine klare, unverfälschte Lichtabgabe ohne Schattenwurf. Durch die Transparenz des Glases können Kugelleuchten gleichmäßig und intensiv beleuchten, ohne dass das Licht von anderen Materialien absorbiert wird. Das bedeutet, dass Glasleuchten häufig eine bessere Lichtausbeute bieten als beispielsweise Laternen und somit für die Beleuchtung von Wegen, Eingängen oder Gartenbereichen besonders effektiv sind.
Echtglas oder Acrylglas für Außenleuchten?
Echtglas überzeugt durch seine hochwertige Optik und Kratzfestigkeit. Es bleibt dauerhaft klar und farbecht, vergilbt nicht durch UV-Strahlung und verleiht der Leuchte einen edlen, brillanten Lichtschein. Da Echtglas jedoch zerbrechlich ist, eignet es sich besonders für Standorte, an denen ein direkter Stoß- oder Bruchkontakt unwahrscheinlich ist.
Acrylglas ist dagegen deutlich leichter und bruchsicherer – ein klarer Vorteil an stark frequentierten Stellen wie Gartenwegen, Einfahrten oder in Haushalten mit Kindern und Haustieren. Moderne, UV-stabilisierte Acrylgläser vergilben kaum noch und stehen dem Glanz von Echtglas optisch in nichts nach.
Welches Material die richtige Wahl ist, hängt also vor allem vom Einsatzort ab: Für repräsentative, geschützte Bereiche empfiehlt sich oft Echtglas, für stark beanspruchte oder unfallträchtige Standorte eher Acrylglas.
Klarglas oder diffuses Glas – was passt wohin?
Bei Kugel-Außenleuchten ist die Wahl des Glases im Grunde eine Abwägung zwischen Lichtwirkung, Blendung und Ästhetik. Klarglaskugeln erscheinen durch ihre offene Wirkung leichter und unauffälliger.
Klarglas lässt die Lichtquelle sichtbar und zeigt das Leuchtmittel selbst – das ist reizvoll, wenn man beispielsweise ein dekoratives LED-Filamentleuchtmittel oder eine schön geformte Glühbirne zeigen möchte. Mund- oder formgeblasene Echtgläser weisen kleine Lufteinschlüsse auf, die die historische Anmutung einer Außenleuchte unterstreichen. Der Lichtaustritt ist ungefiltert, also etwas heller und effizienter (kein Streuverlust), das Licht wirkt aber punktueller, wirft schärfere Schatten und kann bei ungünstigem Betrachtungswinkel blenden, weil man direkt in die Lichtquelle blickt. Zudem sieht man Insekten, die sich innen sammeln, und eventuelle Verschmutzung deutlicher.
Diffundiertes Glas wie satiniertes Glas, Opalglas, Rillenglas oder Holophanglas streut das Licht, sodass die ganze Kugel gleichmäßig leuchtet statt nur ein heller Punkt zu sein. Das weiche, blendfreie Licht wirkt angenehmer auf Sitzbereiche, Terrassen oder Wege. Es kaschiert außerdem das Leuchtmittel selbst sowie Insekten oder Staub im Inneren. Der Nachteil: ein geringer Lichtverlust durch die Streuung und eine etwas weniger brillante Optik. Antikgläser wie Holophanglas oder Craquelé-Glas tragen zur ebenso zur antik wirkenden Anmutung bei wie mundgeblasene Klargläser.
Weitere Informationen zu Antikgläsern →
Einsatzorte von Kugelglas-Außenleuchten
Außenwandleuchten mit Glaskugel sind erste Wahl, wenn es weniger um gerichtetes Licht als um eine großflächige Rundumbeleuchtung des Eingangsbereichs oder der Fassade geht. Glaskugelleuchten gibt es mit klassischen oder modernen Wandarmen, mit Porzellansockeln und mit Gelenkarmen zur Ausrichtung der Außenleuchte.
Garten-Kugelleuchten lassen sich dank unterschiedlicher Sockeln und Masten als Mauer- und Torleuchten, Wegeleuchten, kleine Standleuchten oder Terrassenleuchten einsetzen. Gartenkugelleuchten sind sehr anpassungsfähig und sorgen für eine gleichmäßige Lichtverteilung.
Kugel-Standleuchten mit Masten aus Aluminiumguss oder Stahl gibt es ein- oder mehrflammig. Dank ihrer zeitlosen und anpassungsfähigen Gestaltung fügen sich Kugelleuchten sowohl in klassische als auch in moderne Außenbereiche stimmig ein und beleuchten Gärten, Parks, Höfe und Wege.
Kugel-Hängeleuchten gibt es mit Ketten-, Rohrpendel- oder Kabelaufhängungen und manchmal mit flachem Schirm, der das Licht gezielt nach unten lenkt. Sie eignen sich für hohe Einfahrten und andere überdachte Außenbereiche, wo die Deckenhöhe die Montage einer Pendelleuchte zulässt.
Decken-Kugelleuchten sind überall dort eine gute Wahl, wo eine gleichmäßige Lichtverteilung in alle Richtungen gewünscht ist und die Deckenhöhe die Montage einer Pendelleuchte nicht zulässt. Bei dunklen Decken empfehlen sich Kugelleuchten mit weißem Reflektor, der für eine höhere Lichtausbeute sorgt.
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