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Kondenswasser bei Außenleuchten: Was man beachten muss

Wenn Gläser von Außenleuchten innen beschlagen, sich Tröpfchen bilden oder sich sogar am Glasboden Wasser ansammelt: Handelt es sich dann um harmloses Kondenswasser oder ist die Leuchte undicht und somit nicht mehr ausreichend gegen Regen geschützt? Allein die Menge des Wassers im Leuchtenglas reicht nicht aus, um sicher zwischen undichter Außenleuchte und unvermeidlichem Kondensat unterscheiden zu können.

Wie und wann entsteht Kondenswasser?

Jeder kennt es von Fensterscheiben oder Fahrzeuginnenräumen: Kondenswasser bildet sich, wenn feuchte Luft an einer kalten Oberfläche niederschlägt, bei einer Außenleuchte an der Glasscheibe, der Glaskugel oder dem Zylinderglas. Das passiert besonders bei wechselnden Temperaturen, beispielsweise bei starken Unterschieden zwischen Tag- und Nachttemperaturen in Frühjahr oder Herbst. Hierbei spielt kaum eine Rolle, wie gut die Leuchte abgedichtet ist, sondern es hängt vielmehr zum einen vom Montageort der Leuchte ab, zum anderen wie oft und wie lange sie angeschaltet ist und welches Leuchtmittel verwendet wird.

Ein gewisser leichter Beschlag ist bei Außenleuchten normal und kann toleriert werden. Doch insbesondere bei gut abgedichteten Leuchten, die selten angeschaltet oder über einen Bewegungsmelder nur für wenige Minuten am Tag betrieben werden, kann sich durch Kondensation im Leuchtenglas dauerhaft Wasser ansammeln und zum Problem werden. Seit der Einführung von LED-Leuchtmitteln, die kaum Wärme erzeugen, verdunstet oft weniger Feuchtigkeit als durch Kondensation entsteht. Auch ein schattig gelegener Montageort, an dem die Sonne nicht für Verdunstung sorgen kann, begünstigt den Effekt. 

Kondenswasser oder undichte Außenleuchte?

Wie kann man zwischen Kondenswasser und einer undichten Außenleuchte unterscheiden? Die Menge an Feuchtigkeit, die sich (im Laufe der Zeit) am Glasboden sammelt, gibt keinen sicheren Hinweis auf eine Unterscheidung zwischen Kondenswasser und undichter Leuchte.

Typisch bei Kondensation sind ein feiner Beschlag auf der Scheibe, der sich wie bei beschlagenen Fenstern
 gleichmäßig verteilt
 und insbesondere morgens oder bei Temperaturwechseln vorkommt. Kondenswasser tritt unregelmäßig auf und verschwindet meist nach ein paar Stunden wieder oder verdunstet, wenn die Leuchte über einen längeren Zeitraum warm wird. Kondenswasser verursacht in der Regel keine Korrosion: Kontakte und Schrauben bleiben trocken und sauber und die Außenleuchte bleibt betriebsfähig. 

Bei einer undichten Außenleuchte hingegen enstehen anfangs kleine Tropfen unten am Glas, es sammelt sich bei Niederschlag schnell Wasser am Leuchtenboden, das Glas trocknet meist nicht von selbst und jeder Regen verschlimmert die Situation. Ein grünlicher Belag an den Kontakten oder rostige Schrauben sind ein eindeutiges Zeichen für langfristige Feuchtigkeit. Auch ein flackerndes LED-Leuchtmittel oder der zeitweise Ausfall der Außenleuchte weisen auf Undichtigkeiten hin.

Ein einfacher, aber zuverlässiger Test zur Unterscheidung zwischen Kondenswasser oder undichter Außenleuchte ist, die Leuchte bei wechselndem Wetter zu beobachten: Kommt es direkt nach dem Regen zu Tropfenbildung im Glas oder sammelt sich sehr schnell Wasser am Glasboden an, ist die Leuchte undicht. Bleibt die Außenleuchte jedoch nach dem Regen klar und es bildet sich unabhängig von der Witterung bei Temperaturschwankungen morgens oder abends Feuchtigkeit, ist dies ein Hinweis auf Kondenswasser. 

Handlungsbedarf besteht bei einer undichten Leuchte in jedem Fall, da auf Dauer die Elektrik betroffen sein wird und dies zum Ausfall der Außenleuchte führen wird. Doch auch Kondenswasser kann sich u.U. im Glas so stark ansammeln, dass die Betriebssicherheit nicht mehr gewährleistet ist.

Was tun bei einer undichten Außenleuchte?

Sofern Niederschlag für die Feuchtigkeit verantwortlich ist, kann Folgendes helfen:

– Nachsehen, ob die Außenleuchte für den Standort geignet ist (eigener Artikel: Schutzarten bei Außenleuchten)

– Dichtungen überprüfen und gegebenenfalls austauschen: Sind die Gummidichtungen hart, rissig, gequetscht beziehungsweise lose oder lässt sich das Glas nicht mehr sauber an der Glasfassung befestigen?

– Finden sich zwischen Leuchtenkörper und Wandarm Spalte, Risse oder andere Öffnungen, in die Feuchtigkeit eindringen kann? Ist die Außenleuchte bündig am Montageort installiert?

– Bei einer Neuanschaffung wendet man sich an den Verkäufer oder Hersteller bzgl. Nachbesserung oder Austausch.

Was tun gegen Kondenswasser?

Kondenswasser im Außenbereich kann nicht vermieden werden, denn selbst wasserdichte Leuchten sind nicht luftdicht: Feuchte Luft kann in jede Außenleuchte eindringen. Um Kondenswasser zu vermindern, kann Folgendes helfen:

– Dichtungen und Anschlüsse überprüfen und bei der Montage und dem Leuchtmittelwechsel darauf achten, dass das Glas korrekt befestigt ist und schließt.

– Manche Hersteller empfehlen den Einsatz von Silikagel-Packs oder Antikondensationspads. Diese Maßnahmen können aber nur geringe Kondensation verhindern.

– Bessere Belüftung ermöglichen: In manchen Leuchten sammelt sich Kondenswasser, weil sie zu dicht sind und kaum Verdunstung möglich ist. Man kann also prüfen, ob Lüftungsschlitze vorhanden sind und diese verstopft sind. Man sollte jedoch keine zusätzlichen Löcher zur Entlüftung bohren, außer der Hersteller empfiehlt es.

– Für höhere Erwärmung der Leuchte sorgen bzw. sie länger in Betrieb nehmen: LED-Leuchtmittel erzeugen im Vergleich zu den früher verwendeten Energiesparlampen und Glühbirnen sehr wenig Wärme und erzeugen wenig Verdunstung. Ein minimal höheres Wärmelevel kann Kondensation reduzieren, das beispielsweise ein LED-Leuchtmittel mit höherer Leistung erzeugen kann. Allerdings sollte man die Leistung nicht überdimensionieren und die Herstellerempfehlungen hierzu beachten.

Ein wenig Außenleuchtenpflege hilft

Bei all diesen Tipps muss man ehrlicherweise sagen: In seltenen Fällen, beispielsweise an sehr schattigen Orten mit hoher Umgebungsfeuchtigkeit durch Vegetation, einen Teich oder Pool etc. hilft manchmal nur, das Leuchtenglas von Zeit zu Zeit abzunehmen und das angesammelte Kondenswasser auszuschütten. Und wie für alle im Außenbereich verwendeten Gebrauchsgegenstände gilt: Ein wenig Pflege und Achtsamkeit hilft, die Lebensdauer einer hochwertigen Außenleuchte enorm zu erhöhen (eigener Artikel: Tipps zur Außenleuchten-Pflege).

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